 Lasersintern als Beispiel für eine RP-Technologie Am Samstag den 23. Februar 2008 nahmen ca. 200 Interessierte aus dem Bereich Zahntechnik an der Veranstaltung "Digitale dentale Technologien: Chancen nutzen, Möglichkeiten entdecken." im Dentalen Fortbildungszentrum Hagen teil. Josef Schweiger, von der Arbeitsgruppe Vollkeramik München, referierte zum Thema:
„Rapid Prototyping – Neue Fertigungswege in Zahnmedizin und Zahntechnik“
Da durch den Substanzabtrag beim Fräs- beziehungsweise Schleifprozess innerhalb der CAM - Fertigung von Zahnversorgungen ein Großteil des wertvollen Rohlingsmaterials verloren geht, wird der Fokus zukünftiger Entwicklungen laut Josef Schweiger, Arbeitsgruppe Vollkeramik der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik München, auch auf additiven Verfahren liegen. Das Prinzip des Rapid Prototypings beruht auf dem schichtweisen Aufbau eines dreidimensionalen Bauteils, indem zweidimensionale Schichten aufeinander gelegt werden. Die hierfür erforderlichen Daten werden durch „Slicen" (mathematische Zerlegung in Schichten) von STL-Daten berechnet. Verschiedenste Rapid Prototyping - Verfahren werden heute unterschieden. Zum Einsatz kommen derzeit die Stereolithographie, Lasersinterverfahren und das 3D - Drucken. Der Referent erläuterte die Techniken anhand kurzer Filmsequenzen und stellte die verschiedenen Einsatzgebiete vor. Die Stereolithographie dient z.B. der Herstellung von Implantatbohrschablonen, kieferorthopädischen Schienen und Kiefermodellen. Als Materialien für das Lasersintern stehen bislang Kunststoffe, Metalle und Formsande zur Verfügung, Keramiken können nicht verarbeitet werden. Beim 3D-Drucken werden die Varianten Wachs-, Kunststoff- und Pulverbettdrucken unterschieden.
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